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Energiesparen beim Kochen

Energie sparen beim Kochen – Tipps und Tricks

Bei Glühlampen greifen viele Verbraucher heutzutage zur Energiesparversion und LED – auch ein neuer Kühlschrank wird erst ab Energiesparklasse A+ und höher interessant. Über das Energiesparen beim Kochen machen sich dagegen vergleichsweise wenige Menschen Gedanken. Dabei kostet das tägliche Zubereiten der Speisen etwa 10 Prozent der Gesamtenergie im Haushalt. Erfahren Sie im Folgenden, welches Energiesparpotential Herde, Töpfe und Kochgeräte bergen:

Die größten Energiefresser beim Kochen

Nutzen Sie zum Zubereiten ihrer Speisen stets das effizienteste Kochgerät: Wasser für Heißgetränke auf dem Herd zu kochen oder das Frühstücksei im Kochtopf zuzubereiten, verbraucht unnötig viel Energie. Der Wasserkocher sowie ein Eierkocher bieten an dieser Stelle schnelle und sparsame Alternativen. Den Backofen sollten Sie ebenfalls nicht für das Aufbacken weniger Brötchen oder einer Single-Mahlzeit nutzen. In diesen Fällen sind Sie mit dem Toaster und der Mikrowelle besser bedient.

Altes Kochgeschirr kann unter Umständen ein Energiefresser sein. Töpfe und Pfannen, deren Böden verbeult und verzogen sind, liegen nicht mehr nahtlos auf der Herdplatte auf. Damit leiten sie die Wärme schlechter und benötigen mehr Energie, um die Kochtemperatur zu erreichen.

Wer glaubt, mit kleinen Töpfen dem Energiesparen beim Kochen Genüge zu tun, liegt nur richtig, wenn er das Kochgeschirr auf einer passenden Kochplatte nutzt. Überschreitet die Platte im Durchmesser den Topfboden, gehen an der Seite bis zu 30 Prozent der Energie verloren.

Energiesparen beim Kochen – so funktioniert es in jeder Küche

  • Topf- und Pfannendeckel sorgen nicht nur dafür, dass Ihre Speisen ohne anzubrennen im eigenen Saft schmoren können, sondern verhindern auch, dass die Energie einfach „verpufft“. Mit abgedecktem Kochgeschirr lassen sich bis zu 30 Prozent der Energie eines Kochvorganges einsparen.
  • Schalten Sie die Kochtemperatur früh zurück. Dies gilt insbesondere für den alten Elektroherd, denn seine Platten speichern die Hitze relativ lang. Versuchen Sie, insbesondere beim Kochen von Nudeln, Reis und Kartoffeln, die Temperatur nach zwei Dritteln der Garzeit merklich zu reduzieren und ein paar Minuten vor Ende der Garzeit komplett abzuschalten. Die restliche Hitze reicht bei Weitem aus, um die Speisen fertig zu garen.
  • Heizen Sie den Backofen nicht vor: Wenn es das Rezept nicht unbedingt erfordert, ist es weit wirtschaftlicher, Speisen in den kalten Backofen zu legen und anschließend die Temperatur einzustellen. Wie bei der Herdplatte sollten Sie auch den Backofen einige Minuten vor Ende der Garzeit ausschalten und die Restwärme zum Fertigbacken nutzen.
  • Dünsten Sie Speisen, statt sie mit reichlich Wasser zu kochen. Um Gemüse, Reis und Kartoffeln zu garen, brauchen Sie nicht literweise Flüssigkeit. In wenig Wasser dünsten Sie die Speisen energieeffizienter und erhalten dabei einen größeren Anteil ihrer Nährstoffe und ihres Aromas. Bezüglich der perfekten Pasta widersprechen Italien-Liebhaber an diesem Punkt zu Recht: Sie muss pro 100 Gramm in mindestens einem Liter Kochwasser schwimmen. In diesem Fall sparen Sie Energie, indem Sie das Wasser vorab im Wasserkocher erhitzen.

Weitere Tipps und Tricks zum Energiesparen

Wie viel Energiesparen beim Kochen möglich ist, hängt von der Küchengrundausstattung ab. Darüber sollten Sie sich bereits beim Kauf der Geräte Gedanken machen: Gegenüber altbekannten Herdplatten aus Gusseisen besitzen Kochfelder aus Glaskeramik (Ceranfelder) einige Vorteile: Durch die verkürzten Ansprechzeiten vom Einschalten bis zum Erhitzen benötigen sie weniger Energie, zudem sind sie leichter zu reinigen. Darüber hinaus spart eine Umluftfunktion für den Backofen gegenüber Ober- und Unterhitze etwa 20 Prozent der Energie ein.

Als Musterbeispiele in puncto Energiesparen beim Kochen gelten Induktionsherde. Sie erzeugen die Hitze ausschließlich im Boden des Kochgeschirrs und reduzieren den Energieverbrauch damit um bis zu 30 Prozent. Zudem machen sie das Kochen mit Kindern sicherer, denn es besteht nicht die Gefahr, auf eine heiße Herdplatte zu fassen.

Der Nachteil eines Induktionsherdes ist der hohe Anschaffungspreis zuzüglich den Kosten für induktionsgeeignetes Kochgeschirr. Gasherde bieten hier einen guten Kompromiss. Sie lassen sich wie Induktionsplatten sekundenschnell und punktgenau regulieren, so dass sich mit ihnen vergleichbar viel Energie einsparen lässt. Außerdem können sie mit allen im Haushalt bereits vorhandenen Töpfen und Pfannen betrieben werden.

Fazit

Selbst wenn Sie nicht die effizienteste Küchenausstattung besitzen, lassen sich täglich mit wenigen Handgriffen kleine Mengen Strom und Gas einsparen. Wenn Sie dabei konsequent vorgehen, können Sie am Ende des Jahres eine Rückzahlung Ihres Energieversorgers erwarten – und die Summe in einen stilvollen Abend im Restaurant investieren.